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Ihre Königstherme

Pressemitteilung, 30.07.2015

 

 

Die Stadt Königsbrunn wollte die Königstherme nicht übernehmen

- Die Betriebsgesellschaft hat deshalb heute Insolvenzantrag gestellt

 

 

Seit 2013 liefen die Gespräche über notwendige Attraktivierungsmaßnahmen für die Königstherme, die zum Halten und Steigern der Besucherzahl, wie bei anderen Bädern auch hier, fortlaufend immer wieder notwendig sind.

 

Im Vertrauen auf eine gute Lösung haben meine Familie und ich noch im letzten Jahr erhebliche Mittel in das Objekt gegeben.

 

Nachdem die Stadt Königsbrunn zu einem Investitionszuschuss nicht bereit gewesen war, wurde ihr die Therme schlussendlich eben zum Kauf angeboten.

 

Der Kaufpreis sollte so bemessen sein, dass die Eigentums- und Betriebsgesellschaft entschuldet wird und so abgewickelt werden kann, dass Mitarbeiter, Lieferanten oder auch unsere die Therme finanzierende Bank hieraus zu 100% das ihnen zustehende Geld bekommen. Eine faire Lösung für alle.

 

Der Kaufpreis bewegte sich im Bereich der Abrisskosten.

 

Die Bausubstanz ist angesichts des Alters von 30 Jahren sehr gut. Die naturgemäß dennoch bei einem solchen Objekt zahlreich notwendigen Reparaturen lagen – zusammen mit den auf Sicht der nächsten 5 Jahre sinnvollen Investitionen, einschließlich einer Attraktivierung durch eine zugkräftige neue Außensauna – bei rd. 2,5 Mio. €. Darüber hinaus und auf Sicht von z. B. weiteren 20 Jahren wäre es hierbei natürlich sicher nicht geblieben. Ob und welche Veränderung von Thermenlandschaft oder Saunenwelt erfolgen sollte, und in welcher Höhe, das wäre die dann alleinige Entscheidung der Stadt Königsbrunn gewesen. Dies hätte 14 Millionen € kosten können, 1 Million oder gar nichts – je nachdem, was eben gewünscht ist.

 

Der Betrieb wäre dann – genauso wie schon seit 2007 bei der 20 Jahre zuvor von uns gekauften Eis-arena – durch die Stadt Königsbrunn oder einen Betreiber ihrer Wahl erfolgt.

 

Die Risiken eines Bäderbetriebs ab 2015 möchte die Stadt Königsbrunn jedoch nicht übernehmen und einen Investitionszuschuss will sie in das Objekt auch nicht geben. Andere Maßnahmen wie z. B. die Entwicklung des Zentrums und der Rückbau der nach einem der visionären Väter der Königstherme benannten Bürgermeister-Wohlfahrth-Straße etc. sind der Stadt wichtiger, was natürlich ihr gutes Recht ist.

 

Alleine aus Eintrittsgeldern lässt sich ein Schwimmbad jedoch nicht erneuern und ohne öffentliche Mittel gäbe es in Deutschland überhaupt gar keine Bäder. Viele Städte in Deutschland, wie auch z. B. Neusäß, investieren ganz bewusst in ihre Bäder und damit in die Standortqualität für ihre Bürger.

 

Die gestrige Entscheidung der Stadt Königsbrunn bedeutet für die Königstherme nach mehr als 30 Jahren nun wohl das Ende. Die Betriebsgesellschaft hat heute deshalb beim zuständigen Amtsgericht Augsburg die Insolvenz angemeldet.

 

Ich bedanke mich bei allen Stadträten, die den Bau vor 32 Jahren mit einem Investitionszuschuss ermöglicht haben und auch bei allen Stadträten, die zuletzt vor 11 Jahren einen Zuschuss von 1,247 Mio. € (zur von uns getätigten Investition von mehr als 5 Mio. €) durch Solebad und Saunenwelt gaben. Mehr als 9 Millionen Gäste, rund 65 Arbeitsplätze und die zurückliegend bemerkenswerte Entwicklung der Stadt Königsbrunn haben bestätigt, dass alle diese Entscheidungen richtig waren.

 

Insbesondere bedanke ich mich beim treuen Königsthermen-Team sowie bei unseren langjährigen Gästen, Geschäftspartnern und Freunden, die es alle miteinander ermöglicht haben, diese in Deutschland wegweisende Geschichte bis heute möglich sein zu lassen.

 

 

 

 

Uwe Deyle

 

 


 

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